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Rechner 02 · Annuitätendarlehen

Was dein Haus monatlich kostet — und was nach zehn Jahren übrig bleibt.

Die meisten Rechner zeigen nur die Rate. Wichtiger ist die Restschuld am Ende der Zinsbindung: Ab da weiß niemand, was der Kredit kostet.

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Banken erwarten, dass die Nebenkosten daraus bezahlt werden.

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Unter 2 % läuft der Kredit schnell über 35 Jahre.

Monatliche Rate

Darlehenssumme

Restschuld nach Zinsbindung

Laufzeit bis schuldenfrei

Zinskosten insgesamt

Wohin deine Raten fließen

ZinsTilgung

Jede Säule ist ein Jahr.

Aufteilung der Jahresraten in Zins und Tilgung
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Kaufnebenkosten
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JahrRatedavon Zinsdavon TilgungRestschuld

Wie der Rechner rechnet

Eine Baufinanzierung in Deutschland ist fast immer ein Annuitätendarlehen: Die monatliche Rate bleibt konstant, aber ihre Zusammensetzung verschiebt sich. Am Anfang ist fast alles Zins, am Ende fast alles Tilgung. Die Jahresrate ergibt sich aus Sollzins plus anfänglicher Tilgung, angewendet auf die Darlehenssumme.

Bei 400.000 Euro Darlehen, 3,6 Prozent Zins und 2 Prozent Tilgung sind das 5,6 Prozent im Jahr, also 22.400 Euro oder rund 1.867 Euro im Monat. Im ersten Monat gehen davon 1.200 Euro als Zins an die Bank und nur 667 Euro auf deine Schuld. Weil die Restschuld sinkt, sinkt auch der Zinsanteil — und der Tilgungsanteil wächst jeden Monat ein Stück. Dieser Effekt beschleunigt sich, ist am Anfang aber quälend langsam. Genau das zeigt das Diagramm oben.

Der Rechner simuliert jeden einzelnen Monat, statt mit einer Näherungsformel zu arbeiten. Deshalb stimmen Laufzeit und Zinssumme auf den Euro mit dem Tilgungsplan überein.

Die Rolle der anfänglichen Tilgung

Kaum eine Stellschraube wirkt so stark. Dieselben 400.000 Euro bei 3,6 Prozent Zins:

TilgungRateLaufzeitZinskosten
1,0 %1.533 €gut 42 Jahrerund 381.000 €
2,0 %1.867 €rund 29 Jahrerund 242.000 €
3,0 %2.200 €rund 22 Jahrerund 179.000 €
4,0 %2.533 €knapp 18 Jahrerund 143.000 €

Von 2 auf 3 Prozent steigt die Rate um rund 18 Prozent — die Zinskosten sinken um über 60.000 Euro. Wer die höhere Rate sicher tragen kann, sollte es tun. Wer unsicher ist, wählt die niedrigere Tilgung mit großzügigem Sondertilgungsrecht: Das kostet nichts und erhält die Flexibilität.

Der Beleihungsauslauf bestimmt deinen Zins

Banken vergeben nicht einen Zinssatz, sondern gestaffelte Sätze nach Risiko. Maßgeblich ist der Beleihungsauslauf: das Darlehen im Verhältnis zum Beleihungswert der Immobilie, den die Bank meist rund 10 Prozent unter dem Kaufpreis ansetzt.

BeleihungsauslaufTypischer Zinsaufschlag
bis 60 %Bestkondition
bis 80 %+ 0,10 bis 0,25 Punkte
bis 90 %+ 0,30 bis 0,50 Punkte
bis 100 %+ 0,50 bis 0,90 Punkte
über 100 %+ 1,00 Punkt und mehr

Deshalb wirkt zusätzliches Eigenkapital doppelt: Es senkt die Darlehenssumme und den Zinssatz auf die verbleibende Summe. Wer knapp über einer Schwelle liegt, sollte prüfen, ob sich die letzten 10.000 Euro noch auftreiben lassen.

Der Punkt, den die meisten übersehen

Die Zinsbindung ist kürzer als die Laufzeit. Nach zehn Jahren ist der Kredit nicht abbezahlt, sondern es steht eine Restschuld im Raum, für die du einen neuen Zins verhandeln musst. Liegt der höher, steigt deine Rate — oder die Laufzeit verlängert sich deutlich.

Ein Trost: Nach § 489 BGB darfst du jedes Immobiliendarlehen zehn Jahre nach Vollauszahlung mit sechs Monaten Frist kündigen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Eine lange Zinsbindung ist deshalb eine einseitige Absicherung zu deinen Gunsten: Steigen die Zinsen, bist du geschützt. Fallen sie, kannst du nach zehn Jahren aussteigen. Wie viel eine längere Bindung bringt, zeigt der Restschuld-Rechner.

Wie hoch darf die Rate sein?

Eine verbreitete Grenze sind 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens. Der häufigste Fehler dabei: Nur die Kreditrate wird gerechnet, die Bewirtschaftung nicht. Bei einem Einfamilienhaus kommen schnell 300 bis 500 Euro monatlich hinzu.

  • Grundsteuer — je nach Kommune 20 bis 80 Euro im Monat
  • Gebäudeversicherung — 30 bis 60 Euro
  • Instandhaltungsrücklage — 1 bis 1,5 Prozent des Gebäudewerts pro Jahr, also 150 bis 400 Euro im Monat
  • Bei Eigentumswohnungen zusätzlich der nicht umlagefähige Teil des Hausgelds

Wer diese Posten überspringt, plant eine Finanzierung, die auf dem Papier funktioniert und in der Realität am ersten kaputten Heizkessel scheitert. Der Budgetrechner rechnet sie deshalb von vornherein mit ein.

Häufige Fragen

Wie berechnet man die monatliche Rate eines Annuitätendarlehens?
Sollzins und anfängliche Tilgung werden addiert und auf die Darlehenssumme angewendet. Das ergibt die Jahresrate, geteilt durch zwölf die Monatsrate. Bei 400.000 Euro, 3,6 Prozent Zins und 2 Prozent Tilgung sind das 5,6 Prozent im Jahr, also rund 1.867 Euro monatlich.
Was ist eine gute anfängliche Tilgung?
Bei den aktuellen Zinsen gelten 2 Prozent als Untergrenze und 3 Prozent als solide. Entscheidend ist, dass die Immobilie zum Renteneintritt abbezahlt ist — rechne vom eigenen Alter rückwärts.
Wie viel Eigenkapital brauche ich?
Als Faustregel sollten die Kaufnebenkosten vollständig aus Eigenkapital kommen, plus möglichst 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises. Banken finanzieren Nebenkosten ungern mit, weil ihnen kein Gegenwert gegenübersteht.
Warum steigt der Tilgungsanteil im Lauf der Zeit?
Die Rate bleibt konstant, aber die Zinsen werden auf die sinkende Restschuld berechnet. Je kleiner die Schuld, desto weniger Zins fällt an — und desto mehr der gleichbleibenden Rate bleibt für die Tilgung übrig. Der Effekt beschleunigt sich mit jedem Jahr.
Was bedeutet Beleihungsauslauf?
Das Verhältnis von Darlehen zu Beleihungswert der Immobilie. Bei 60 Prozent gibt es die besten Zinsen, ab 80 Prozent steigen die Aufschläge deutlich, ab 100 Prozent wird es teuer. Mehr Eigenkapital senkt also nicht nur die Summe, sondern auch den Zinssatz.
Kann ich die Rate später ändern?
Viele Verträge erlauben zwei bis drei Tilgungssatzwechsel während der Laufzeit, meist zwischen 1 und 5 Prozent. Das solltest du beim Abschluss ausdrücklich vereinbaren — nachträglich ist es selten möglich.
Was passiert, wenn ich die Rate nicht mehr zahlen kann?
Sprich frühzeitig mit der Bank. Meist lässt sich die Tilgung vorübergehend senken oder eine Ratenpause vereinbaren. Warten bis zur Mahnung verschlechtert die Verhandlungsposition erheblich.
[Dein Name]Betreibt baurechner und rechnet Baufinanzierungen seit [Jahr] durch. Die Methodik aller Rechner ist offengelegt. Mehr zum HintergrundZuletzt geprüft am 3. August 2026 · Grunderwerbsteuersätze Stand August 2026
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